Diese Fragen stellte der „Quizgott“ in Xanten

6.03.2026

Gewinner des Quiz-Abends, moderiert von Sebastian Jacoby (vorne, links), war das Team „Mexabo-United“, dicht gefolgt von den beiden Gruppen „Wissen ist Macht“ und „Pech beim Denken“.
Foto: Jürgen Kappel

Sebastian Jacoby moderierte Lions-Abend
Diese Fragen stellte der „Quizgott“ in Xanten

Xanten · „Quizgott“ Sebastian Jacoby hat ein Kneipenquiz von Lions-Club und Leo-Club in Xanten moderiert. 120 Menschen versuchten, seine Fragen aus Sport, Musik, Geschichte oder Wissenschaft zu beantworten. Was der „Quizgott“ wissen wollte – und wer am meisten wusste.

Sie hatten einen Coup gelandet: der Lions-Club in Xanten und seine Nachwuchsorganisation, der Leo-Club: Für ein Kneipenquiz hatten sie den „Quizgott“ gewinnen können. Sebastian Jacoby, gefeierter „Jäger“ aus der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“, moderierte eine amüsanten und kurzweiligen Quiz-Abend im Xantener Restaurant „Zur Börse“.

Schon eine Stunde vor Beginn standen viele Menschen vor dem Lokal und warteten darauf, reingelassen zu werden. Die einen wollten Sebastian Jacoby einfach mal von Nahem sehen. Die anderen unterstützten mit ihrer Teilnahme die wohltätigen Projekte des Lions-Clubs, und wieder andere sind Stammgäste der Börse und kamen deshalb auch zum Kneipenquiz.

Unter Quiz-Fans ist Sebastian Jacoby als „Quizgott“ bekannt und beliebt. Er gilt als einer der erfolgreichsten „Jäger“ der Fernsehsendung „Gefragt-Gejagt“, tritt aber auch als Moderator von Quiz-Abenden in Städten auf, zum Beispiel in Rheinberg. Dort hat ihn Silke Dietl vom Lions-Club schon erlebt und schlug dem Lions-Club dann vor, Jacoby nach Xanten zu holen. Die Begeisterung war groß, das Event wurde von vielen Händen vorbereitet, und Sebastian Jacoby sagte zu.

Er war schon oft in Xanten zu Besuch und fand es toll, hier ein Quiz an einem für ihn neuen Ort zu moderieren. „Super, dass es so schnell ausverkauft war, das spricht doch dafür, dass es gut angenommen wurde“, meinte Jacoby vor der Show. Mindestens 18-mal veranstaltete er das Quiz schon in der Rheinberger Kneipe „To Hoop“. Das Kneipenquiz sei für ihn die ursprüngliche Form einer Quizshow, sagte Jacoby. Hier bekomme er Kontakt zu den Menschen, hier entwickle er die Fragen.

Der Andrang für das Kneipenquiz in der Börse war riesig. Schnell hatten sich 120 Personen angemeldet, die maximale Personenzahl. Die Kunst bestand nun darin, aus der großen Zahl von Frauen und Männern Teams von vier bis sechs Personen zu formen. Es sei wie ein Speed-Dating, man müsse sich schnell als Team finden, erklärte Jacoby. Der Erlös aus dem Abend wird für wohltätige Zwecke verwendet, zum Beispiel für das Friedensdorf in Oberhausen und die Ukrainehilfe in Xanten, die mit der Unterstützung ein Notstromaggregat finanziert.
Der Ablauf des Kneipenquiz-Abends ist schnell erklärt. Im Lokal traten die Gäste in Teams von vier bis höchstens sechs Personen gegeneinander an. Der Jäger stellte seine Fragen, die schriftlich beantwortet werden mussten. Der Abend gliederte sich in zweimal vier Runden. In der Pause blieb Zeit, sich auszutauschen, etwas zu trinken und neue Energie zu tanken. Gefragt waren sowohl Allgemeinwissen als auch Spezialwissen, etwa aus Bereichen wie Sport oder Musik. Eines war klar: Schummeln ging nicht. Diskutieren in der Gruppe war erwünscht. Aber Brockhaus, Handys und andere Hilfsmittel hatten zu Hause bleiben müssen. „Wir bleiben fair und wollen Spaß haben“, sagte Jacoby zu Beginn des Quiz.

Gefragt wurde in der ersten Runde nach Küchenkräutern wie Thymian, Basilikum, Sternanis und viele andere mehr. In einer weiteren Runde spielte der Buchstabe „X“ wie Xanten eine große Rolle. Zum Beispiel in der Redewendung „Jemandem ein X für… vormachen“. Oder: welches Unternehmen entwickelte die Spielkonsole „X-Box“. Eine schwierige Frage: In welchem Jahr hat Wilhelm Conrad Röntgen die X-Strahlen (damals für Röntgenstrahlen) entdeckt? Antwort: 1895. Für Motorsportfans: Aus welchem Nachbarland stammt der berühmte Formel-1-Fahrer Jacky Ickx? Antwort: Belgien. Auch aus der Comic-Welt kam eine Frage: Wie heißt der glückliche Vetter von Donald Duck? Antwort: Gustav Gans.

Die Stimmung in der Börse war geprägt von gespannter Atmosphäre. Immer wieder drang gedämpfter Jubel oder auch ein langangehaltener Seufzer durch den Raum. Nach mehr als vier Stunden Grübeln standen die Sieger fest: „Mexabo-United“ war das beste Team, dicht gefolgt von der Gruppe „Wissen ist Macht“ und „Pech beim Denken“. Annemarie Pieper von Mexabo aus Xanten freute sich sehr über ihren Sieg. „Finde ich toll, etwas mit Sinn und Verstand zu machen“, sagte sie.

Rheinische Post vom 04.03.2026 von Jürgen Kappel (jkap wer)