Präsidentschaftsübergabe beim Lions-Club Xanten: Viktor Hülsmann (r.) ist Nachfolger von Walter Huhn. Foto: Ostermann, Olaf (oo)
Xanten · Walter Huhn, Generalmajor außer Dienst, hat das „schönste Amt nach dem Papst“ übergeben – an Viktor Hülsmann aus der Baubranche. Xantens neuer Lions-Präsident hat seine Pläne für sein Amtsjahr vorgestellt.
Der Lions-Club Xanten hat einen neuen Präsidenten. Viktor Hülsmann hat Ende Juni das Amt von Walter Huhn übernommen. Die Lions trafen sich dafür in der Gaststätte Zur Börse am Markt. Sein Jahr als Präsident stellte Hülsmann unter das Motto „Zukunft gestalten – mit Raum, Maß und Menschlichkeit“. Dazu plane er im Laufe des Jahres Vorträge und Veranstaltungen für den Lions-Club, erklärte er bei der Präsidentschaftsübergabe. Er freue sich auf das gemeinsame Jahr mit den Lions: „Auf gute Gespräche, neue Perspektiven, gemeinsame Erlebnisse und natürlich auch auf viel Freude miteinander“.
Der Vorstand wird traditionsgemäß immer im Frühjahr neu gewählt, wie der Lions-Club Xanten erklärt. Jedes Jahr übernimmt deshalb jemand anderes das Amt des Präsidenten oder das des Stellvertreters für ein Jahr. So will der Lions-Club sicherstellen, dass immer neue Akzente und Ideen eingebracht und die Arbeit auf möglichst viele Schultern aufgeteilt wird.
Der Lions-Club Xanten stellte den Abend der Präsidentschaftsübergabe unter den Titel: Vom General zum Baulöwen. Walter Huhn ist Generalmajor außer Dienst der Bundeswehr, Viktor Hülsmann arbeitet in der Baubranche. In seiner Antrittsrede würdigte er zuerst die Verdienste seines Vorgängers als Präsident des Lions-Clubs Xanten. Es sei ein „außerordentliches Lions-Jahr“ gewesen, sagte Hülsmann über die vergangenen zwölf Monate. Huhn habe eindrucksvoll gezeigt, „wie wichtig Haltung, Stabilität und Zuversicht in bewegten Zeiten sind“. An Huhn gerichtet, sagte Hülsmann: „Dafür gebühren Dir großer Dank und großer Respekt.“
Dann erklärte Xantens neuer Lions-Präsident, warum er sich das nächste Jahr unter die Begriffe Raum, Maß und Menschlichkeit stellen wolle. Raum stehe für Architektur, Stadt- und Landschaftsentwicklung, „also für die Frage, wie wir morgen leben wollen“. Unter Maß verstehe er „wirtschaftliche Verantwortung, Balance und nachhaltiges Handeln“. Der dritte Begriff, die Menschlichkeit, bleibe der Kern des Lions-Gedankens. Dabei gehe es um „zuhören, helfen und verbinden“.
Vorher hatte Huhn in einer Rede auf sein Präsidentschaftsjahr zurückgeblickt. Die zwölf Monate seien „wie im Flug“ vergangen, sagte er. Er habe das Präsidentschaftsjahr unter das Motto „Resilienz stärken“ gestellt, weil Resilienz, also die Fähigkeit, Krisen, Rückschläge oder Belastungen zu meistern, „immer wichtiger“ werde. Das gelte für den Staat und die Gesellschaft, aber auch für jeden Menschen. Als Beispiele für Krisen und Herausforderungen nannte er die Kriege in der Ukraine und in der Golfregion, die schwächelnde Wirtschaft, den Klimawandel, die Spaltung und Polarisierung in der Gesellschaft und die Künstliche Intelligenz (KI).
In Huhns Präsidentschaftsjahr hatte es zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten des Clubs gegeben. Viele waren intern gewesen, zum Beispiel die Clubabende, andere öffentlich wie das Kneipenquiz mit Quizgott Sebastian Jacoby und das Konzert der Big Band der Bundeswehr im Mai. In den zwölf Monaten unterstützten die Lions verschiedene Vereine und Institutionen mit insgesamt rund 54.000 Euro an Spenden. „Das alles ist nur dank eines starken Teams machbar“, sagte Huhn. Er dankte allen Lions und ihren Partnern sowie dem Vorstand. Dem neuen Präsidenten wünschte er alles Gute. „Denk dran, Präsident des Lions-Clubs ist das schönste Amt nach dem Papst.“ Allen anderen rief er zu: „Bleibt stark, bleibt resilient, bleibt Lions.“
(wer up)
Rheinische Post vom 07.07.2026 von Markus Werning
